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Übersicht April bis Juli 2008

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Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte Ärzte als Unternehmer: Seit Jahrzehnten beobachten wir die steuer- und betriebswirtschaftliche Entwicklung der medizinischen Berufe, verfolgen die Diskussionen um die Gesundheitsreform und stellen uns auf das "Unternehmen Arzt" ein. Als Partner und Mitglied eines Zusammenschlusses von bundesweit niedergelassenen Steuerberatern und Rechtsanwälten, die sich auf die Beratung der Heilberufe spezialisiert haben, steht Ihnen das gesammelte Expertenwissen zur Verfügung. Dies bietet Ihnen also unter anderem spezielle Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte. Instrumente wirtschaftlicher Praxisführung, Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte ("Die Chef-Info" Hier erfahren Sie - selbstverständlich vertraulich) wie viel Sie auf Heller und Pfennig netto verdient haben. Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte; "Praxisvergleich" wenn zwei Kollegen gleichviel Honorar einnehmen, müssen sie noch lange nicht den gleich hohen Gewinn erzielen; ein Betriebsvergleich mit Kollegen der gleichen Fachgruppe zeigt Ihnen, wo Sie gut oder schlecht wirtschaften. Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte; "Hochrechnung" des jährlichen Gewinns und der jährlichen Einkommensteuer: Regelmäßig während des laufenden Jahres berechnen wir aufgrund der bis dahin gebuchten Unterlagen Ihren voraussichtlichen Gewinn und Ihre zu zahlende Einkommensteuer. Dadurch können Sie noch bis zum Jahresende Entscheidungen treffen, um den Gewinn und die Steuer zu beeinflussen. Sie werden durch Steuerzahlungen nie überrascht. Dies ist ein entscheidender Punkt in der Steuerberatung, auch für Ärzte & Zahnärzte. Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte; "Dynamische Liquiditätsvorschau" Mit Hilfe der Planungsrechnung als Teil der Steuerberatung, von der Passmann GmbH speziell für Ärzte & Zahnärzte sowie Arzt- und Zahnarztpraxen. Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte; "Wirtschaftsberatung" hier setzt unsere Steuerberatung für den Unternehmer Arzt ein; gemeinsam finden wir individuelle Lösungen für Ihre Probleme im Praxis- und Privatbereich. Steuerberatung für Ärzte & Zahnärzte; "Beratung" Natürlich sorgen wir unter Ausnutzung aller legalen und vernünftigen Möglichkeiten dafür, dass Sie nicht mehr Steuern entrichten, als Sie unbedingt müssen. Medizin und Recht: Fachbücher für Arzt, Praxis und Klinik. Jeder Mediziner wird heute täglich mit rechtlichen Fragen konfrontiert. Medizinrecht: Die zunehmende Verunsicherung der Mediziner macht eine rechtliche Absicherung bei der Dokumentation von Aufklärung und therapeutischen Maßnahmen notwendig. Medizin und Recht: Fachbücher für Arzt, Praxis und Klinik. Jeder Mediziner wird heute täglich mit rechtlichen Fragen konfrontiert. Medizinrecht: Die zunehmende Verunsicherung der Mediziner macht eine rechtliche Absicherung bei der Dokumentation von Aufklärung und therapeutischen Maßnahmen notwendig. Medizin und Ökonomie Medizin und Ökonomie stellen per se keinen unvereinbaren Gegensatz dar. Einmal ist die Frage, welche Medizin und welche Ökonomie gemeint sind (Non-/ Profitökonomie). Eine andere Frage wäre handlungsbezogen oder politisch: Welche Bedingungen müssten geschaffen werden, um gute Medizin unter wirtschaftlichen Knappheits- oder Rationierungsbedingungen zu ermöglichen? "Das Prinzip Verantwortung und die Ökonomie in der Heilkunde" diskutierten Ärzte, Gesundheitswissenschaftler, Philosophen, Psychologen und andere in Fortsetzung. Arzt und Patient seien zwar aufeinander bezogen, könnten aber auch gegensätzliche Interessen haben. Daher stelle sich die Frage, ob Patienten in jedem Falle zu ihrem Arzt Vertrauen haben müssten. Nichts mehr sei heute selbstverständlich, auch Bismarcks Sozialsystem mit dem Solidaritätsprinzip werde längst nicht mehr von allen anerkannt. Die Rolle des evolutionären, stets mit Fehlern behafteten Prozesses hin bei der Vermittlung zwischen medizinischer Verantwortung und der Ökonomie. Ein Vehikel der Evolution sei die menschliche Kommunikation, die allerdings (nach Canetti) häufig am Nichtverstehen scheitere. Auch mit Blick auf das Gesundheitswesen forderte Wessel mehr Mut zur eigenen Meinung, mehr Mut zur Entscheidung, mehr Mut zur Unsicherheit (unter Umständen auch Patienten gegenüber), Mut zur partiellen Nichtaufklärung (sofern vom Patienten gewollt) und schließlich eine umfassendere Medizin (mit Salutogenese). "Der wahre Arzt ist der, der mit dem Patienten bespricht, was das Beste für sein weiteres Leben ist, auch bei der Frage einer medizinischen Lebensverlängerung." Abgesehen von Definitionsfragen sei aber entscheidend, dass die Interessen des kranken Menschen im Vordergrund blieben. Die Ziele und die Mittel von Strategien im Gesundheitssystem seien zu prüfen. Inhumane Tendenzen beispielsweise im neuen Abrechnungssystem der Krankenhäuser (DRGs) müssten analysiert und abgestellt werden. Die Ökonomisierung des Gesundheitsbereichs sei gekennzeichnet durch Merkmale wie Globalisierung, Neoliberalismus, Marktwirtschaft statt Verwaltungswirtschaft, zusätzliche Kaufleistungen für den "Kunden" (Patienten), neben Gemeinnützigkeit Gewinnorientierung, life-sciences für Gesunde, wachsenden Einfluss des betriebswirtschaftlich orientierten Managements gegenüber den Ärzten (Chefärzten). Neben Problemen eröffneten sich auch Chancen: Aufbrechung autoritärer und bremsender Strukturen, Freisetzung von Ressourcen, Patientenorientierung. Um Heilkunde und Ökonomie "synergistisch zu verbinden", sei vor allem die ethische Diskussion der betriebswirtschaftlichen Seite einschließlich des Finanzierungssystems geboten. Gut 10 Jahre ist es jetzt her, dass auch Deutschland einen gesundheitsökonomischen Schub verspürte. Sogar die Pharmacoökonomie (4th Hurdle) wurde belebt: eine Positivliste sollte es geben und endlich die Behandlung so genannter Bagatelleerkrankungen aus der Erstattung genommen werden. Was ist davon geblieben? Die Positivliste zumindest ist bis heute nicht gekommen, wird aber (alles war schon mal da!) erneut diskutiert. Pharmacoökonomie braucht immer noch keiner - und überhaupt: die Dominanz der Ökonomie in der medizinischen Versorgung muss abgewendet werden, es gilt die "Durchökonomisierung" zu verhindern. Ganz anders der Rest Europas: kein Land weit und breit mehr ohne Gesundheitsökonomie, selbst Finnland und Portugal wollen darauf nicht mehr verzichten. Und was den Nationen recht ist, ist der EU billig: seit Jahren werden im Bereich Public Health auch gesundheitsökonomische Fragen beantwortet und entsprechende Anträge gestellt. Auch hier ist Deutschland kaum oder selten vertreten. Gutachter aus Slowenien und Ungarn, für die ein Tagessatz von 250,- € hochattraktiv ist, befunden die eingereichten Beiträge dann eben für Großbritannien, die Niederlande oder Frankreich. Was also macht die Gesundheitsökonomie für Deutschland so unattraktiv? Wahrscheinlich gibt es eine Vielzahl von Antworten, aber eine ist, dass Ökonomie Angst macht. Zahlen und Papier sind geduldig und man kann nahezu alles mit Zahlen belegen. Wie glaubhaft sind ökonomische Berechnungen, wie wissenschaftlich haltbar, wie unumstritten und wie kommunizierbar? Offenbar ist Ökonomie und Ökonomie zweierlei. Beliebt ist in Deutschland das Schätzen und das "eigentlich schon Wissen". Beliebt ist auch das Anzweifeln korrekter Messungen oder überhaupt der Messbarkeit - Beispiel Lebensqualität, Beispiel Modellierbarkeit von DMP's etc. Was bleibt ist das Glauben aber nicht das Wissen. Will man also in Deutschland nichts wissen? Doch! Aber nichts, was mit Angst besetzt ist. Angst, die eigenen Ökonomie durchleuchtet zu bekommen; Angst, dass Ökonomie Werte verdrängt, Werte die gesellschaftlich gewollt sind und ihren Sinn haben: Ethik, medizinische Notwendigkeit, Solidarität. Paranoia oder Realität? Kann Ökonomie konservative Werte verdrängen? Ja, sie kann: Großbritannien und Schweden (Verstaatlichung und Rationierung) und nicht zuletzt die USA sind Beispiele. Managed care ist auch economical care. Es gibt das Primat der Ökonomie. Ökonomie ist auch Alltagshandeln - gerade nach der Einführung des Euro. Preisvergleiche, Qualitätsvergleiche und Kosten-Nutzen Abwägungen gehören zu unserem Alltagserleben und mit welcher Rechtfertigung soll das aus unserer Gesundheit ausgeklammert sein? Aber wir brauchen möglicherweise eine Definition der Ökonomie im Gesundheitswesen, insbesondere in der Medizin. Vielleicht brauchen wir auch eine Mengenangabe zumindest aber eine Reihenfolge. Welche Priorität wollen wir der Ökonomie einräumen? Eine Antwort gibt die neue Approbationsordnung der Ärzte, die zum 1.Oktober 2003 in Kraft treten soll. Gesundheitsökonomie ist Querschnittsfach und wird für die Studierenden Pflicht. Gesundheitsökonomie gehört im Reformstudiengang Medizin an der Ruhr Universität Bochum zum vertikalen Strang und zieht sich somit durch das gesamte Studium. Diese Aufwertung spiegelt sich auch in diversen Voll- und Postgraduierten Studiengängen zum Gesundheitsmanagement (z.B. Köln, Hannover, Bayreuth) wider. Allein diese angebotsinduzierte Nachfrage wird zur Ökonomisierung beitragen, weil die Absolventen auf den Markt (oder Nicht-Markt?) drängen werden. Die zügige Anforderung der Behandlungsunterlagen ist neben der möglichst frühzeitigen Beweissicherung die wichtigste Maßnahme zur Klärung des Verdachts einer Fehlbehandlung. Eindeutige Rechtslage Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass der Patient ein Recht auf Einsicht in seine Behandlungsunterlagen hat. Dieses Recht steht auch den Erben verstorbener Patienten zu, sofern Sie ein eigenes Interesse an der Einsicht in die Unterlagen haben. Dazu genügt in der Regel die Behauptung eines Behandlungsfehlerverdachtes. Gewisse Einschränkungen des Einsichtsrechts bestehen z. B. im psychiatrischen Bereich hinsichtlich stark subjektiv geprägter ärztlicher Bewertungen. Ein geeignetes Anforderungsschreiben, mit dem Sie diesen Schritt selbst unternehmen können, finden Sie in Kürze in der Rubrik Service. Es empfiehlt sich jedoch normalerweise, die Unterlagen von einem Rechtsanwalt oder einem Medizingutachter im Rahmen der Behandlungsfehlerberatung bzw. Begutachtung anfordern zu lassen. Der Patient ist nämlich meist überfordert, wenn es darum geht, die Krankenakte auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen und mögliche Manipulationen zu entdecken. Was geschieht bei einer Verweigerung der Herausgabe? Sollten der Arzt bzw. das Krankenhaus die Einsichtnahme oder - wie in aller Regel üblich - die Überlassung der Unterlagen in Kopie gegen Kostenerstattung verweigern, sollte man - falls noch nicht geschehen - einen Anwalt einschalten. Unter Umständen muss die Herausgabe der Behandlungsunterlagen eingeklagt werden. Unauffällige Möglichkeit Eine weitere gute Möglichkeit ist die Anforderung wichtiger Unterlagen durch einen Arzt seines Vertrauens, der z. B. die Nachbehandlung übernommen hat. Diese Methode hat den großen Vorteil, dass die (fehl)behandelnde Stelle noch keinen Verdacht schöpft und so nachträgliche Veränderungen in den Behandlungsunterlagen vermieden werden bzw. leichter aufgedeckt werden können. Kosten Ob man rechtsschutzversichert ist oder nicht, die Kosten für den Aufwand des Kopierens der Unterlagen sowie etwaige Versandkosten hat der Patient der entsprechenden Stelle zu erstatten. Üblicherweise werden etwa 0,30 EUR pro Kopie verlangt, mehr als 0,50 EUR pro Seite sollten nicht verlangt werden (Ausnahme: Röntgenbilder und vergleichbare Dokumente, DIN A3-Bögen). Bei Anforderung über einen Rechtsanwalt fallen u. U. zusätzliche Gebühren an, fragen Sie daher vorsichtshalber vorher nach, falls Sie keine Rechtsschutzversicherung haben. In seltenen Fällen ist die schnelle Einsichtnahme in die Unterlagen vor Ort, also in der Arztpraxis oder im Krankenhaus erforderlich. Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt oder einen Medizingutachter, ob dies in Ihrem Fall erforderlich ist. Anforderungszeitpunkt Grundregel: Nicht zu lange abwarten! Wenn der unter Behandlungsfehlerverdacht stehende Arzt durch Arztbriefe der nachbehandelnden Ärzte vom weiteren Verlauf erfährt, besteht eine gewisse Gefahr der Unterlagen-"Optimierung". Beispiel für eine höchst ungeschickte Manipulation: Nachträglich wurde die richtige Diagnose, die über Monate nicht gestellt worden war, in die Karteikarte eingetragen. Diese hatte der fehlbehandelnde Arzt erst nach dem Tode des Patienten von der nachbehandelnden Stelle per Arztbrief erfahren. Der Nachtrag war bei sorgfältiger Analyse der Unterlagen schon an der Position der Eintragung und anderen Kleinigkeiten zu erkennen. Pech für den Trickser: Er vergaß, seine ursprüngliche Therapie auf die neu eingefügte Diagnose abzustimmen. Die von ihm verordnete Medikation machte nun überhaupt keinen Sinn mehr. Da zusätzlich speziell bei der nachgetragenen Diagnose akuter Handlungsbedarf bestand, entpuppte sich die ganze Aktion als regelrechtes Eigentor. Denn aus dem ursprünglichen Diagnosefehler allein wäre wohl nur mit Mühe eine erfolg versprechende Klage zu formulieren gewesen. Nach der Mauschelei war dagegen mit ziemlicher Sicherheit sogar ein grober (!) Behandlungsfehler zu bejahen. Immer wieder mal findet man auch z.B. zwei ganz unterschiedliche Operationsprotokolle zu ein und demselben Eingriff in der Patientenakte oder z. B. unterschiedlich abgefasste Versionen eines Entlassungsberichts. Wichtige Anmerkung: Angesichts der an mehreren Stellen dieser Webseiten angesprochenen Manipulation von Krankenunterlagen könnte der Eindruck entstehen, dass eine nachträgliche Veränderung der Patientendokumentation der Regelfall sei. Ich darf daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass derartige Vorgänge relativ selten zu beobachten sind. Umso erstaunlicher ist jedoch das Ausmaß der kriminellen Energie, die gewisse Ärzte in derartigen Fällen entwickeln. Manche Ärzte sind der Auffassung, ihre Verfügungsbefugnis über die Patientenakte reiche so weit, dass eine nachträgliche Veränderung der Eintragungen unbedenklich sei. Wieder andere gehen die Unterlagen vor Überlassung an den Patienten bzw. seinen Rechtsanwalt noch sorgfältig mit ihrem Versicherer durch. Ganz neue Probleme entstehen durch die in zunehmendem Maße eingesetzte elektronische Krankenakte. Stichworte: Datenverlust, Datenveränderung, Datenmissbrauch. Tipp: Beim geringsten Anhaltspunkt für einen Behandlungsfehler sofort einen Ausdruck verlangen. Weitere Tipps für Patienten (und Ärzte) 1 Den komplett ausgefüllten und unterschriebenen Aufklärungsbogen vor dem Eingriff kopieren, fotografieren oder idealer weise die Überlassung eines Doppels verlangen. Gegen diesen Wunsch des Patienten lässt sich ärztlicherseits nichts einwenden. Im Gegenteil: Durch die vom Patienten zu quittierende Überlassung eines Doppels sichert sich der Arzt vor dem möglichen Vorwurf der nachträglichen Veränderung des Aufklärungsbogens durch Hinzuschreiben von Risiken ab. 2 Die Weitergabe bzw. den Empfang von Originalunterlagen grundsätzlich schriftlich bestätigen lassen. Es kommt immer wieder vor, dass klinikseitig behauptet wird, Röntgenaufnahmen etc. seien an den Patienten ausgeliehen worden. Jahre später lässt sich dann gerade bei vielen verschiedenen Behandlern kaum noch nachvollziehen, wer tatsächlich im Besitz der Unterlagen ist. 3 In Kliniken mit elektronischer Krankenakte kurz nach dem Eingriff einen Ausdruck dieser Daten verlangen. Die Aufklärung des Patienten (Zu) Hohe Anforderungen? Die von der Rechtsprechung im Laufe der Zeit entwickelten Anforderungen an den Umfang der ärztlichen Aufklärung sind für viele der unter erheblichem Kosten- und Zeitdruck leidenden Ärzte ein rotes Tuch. Auch der Patient wünscht in der überwiegenden Zahl der Arztkontakte keineswegs eine Aufklärung in dem heute praktizierten Umfang. Ausnahmen: Strenge Anforderungen mögen in Bereichen sinnvoll sein, in denen Risiken bestehen, die sich im Falle ihres Eintretens entscheidend auf die gesamte Lebensführung auswirken können. Oder dort, wo mehrere Therapiealternativen bestehen, die jeweils mit ganz andersartigen Risiken verbunden sind. Oder aber im Bereich der Wahleingriffe usw. . Gewisse Erleichterungen der täglichen ärztlichen Praxis sind durch neuere Verfahren wie den computergestützten Aufklärungsbogen zu erwarten. Nach dieser Methode wird ein genau auf den Patienten zugeschnittener Aufklärungsbogen entwickelt, der auf Basis einer speziellen Software die individuelle Risikostruktur des konkreten Patienten bestimmt und danach den Umfang der Aufklärungspflicht im Einzelfall festlegt. Dadurch erspart sich der behandelnde Arzt das schematische Herunterleiern immer der gleichen typischen Komplikationsmöglichkeiten. Zudem werden individuelle Risiken nicht übersehen, sofern die Software gut genug ist ;-). Ein anderer guter Ansatz sind unterstützende interaktive Aufklärungssysteme, die es mittlerweile auf CD-ROM gibt. In grafisch aufbereiteter, übersichtlicher Art und Weise werden dem Patienten das operative Vorgehen und die typischen Komplikationen und Risiken erläutert. Am Ende eines jeden Kapitels wird durch mehrere Fragen überprüft, ob die Inhalte verstanden wurden. Nur bei komplett richtiger Beantwortung der Fragen kommt man zum nächsten Kapitel. Einige ausgewählte Probleme im Bereich Aufklärung 1 Ein Fall aus der kosmetischen Chirurgie: Statt des Chefarztes, dessen Name den Patienten in das entsprechende Institut geführt hat, operiert ein anderer Oberarzt, und zwar leider nicht besonders gut. Der Patient wurde präoperativ in dem Glauben belassen, der Eingriff werde vom Chef persönlich vorgenommen. Aufklärungsfehler? 2 Der "optimierte" Aufklärungsbogen: Nach einer eingetretenen Komplikation fand sich im Aufklärungsformular urplötzlich ein handschriftlicher Hinweis auf genau dieses Risiko. Höchst merkwürdig an diesem Umstand war, dass es sich um eine äußerst fernliegende und eingriffsuntypische Komplikation handelte. Eine Aufklärung über dieses Risiko war demnach weder üblich noch notwendig. Hier hatte jemand nachträglich versucht, seine Aufklärungspflicht 110 %ig zu erfüllen. 3 Ein Fall für "Wetten dass?": Nicht weniger seltsam mutet der von Medizinrechtsanwälten immer wieder beobachtete Vortrag der Parteien an. Sofern der Patient im Rahmen der Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt eine mangelhafte Aufklärung rügt, wird seitens des Arztes bzw. seines Anwalts gerne die allgegenwärtige Sprechstundenhilfe bemüht, die selbstverständlich alles ganz exakt vernommen hat und sich präzise an den konkreten Inhalt genau dieser Aufklärung eben dieses Patienten erinnern kann. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung angesichts der enormen Zahl täglicher Patientenkontakte und des zumeist lange zurückliegenden Behandlungstermins. Interessant: Eingeschränktes Erinnerungsvermögen des Patienten Ein interessanter Beitrag auf einer Medizinrechts-Tagung zum Thema Aufklärung veranschaulichte kürzlich die nur begrenzte Erinnerungsfähigkeit an das Aufklärungsgespräch: Im Rahmen einer Untersuchung wurden Patienten vor der Operation über 10 Risiken aufgeklärt. Zwei Wochen nach dem Eingriff stellte man fest, dass sich lediglich jeder siebte Patient aktiv - also ohne Hilfestellung - an alle genannten Risiken erinnern konnte. Immerhin 40 % der Patienten gelang dies auf konkrete Nachfrage unter Benennung des Risikos. Aber erstaunliche 43 % gaben an, von dem entsprechenden Risiko "nie gehört" zu haben. Schlussfolgerung: Der Grund für die Behauptung einer unterlassenen Aufklärung über ein bestimmtes Risiko liegt wohl vielfach nur und gerade im eingeschränkten Erinnerungsvermögen des Patienten. Tipps für Patienten 1 Optimal: Lassen Sie sich ein Doppel des mit den Originalunterschriften versehenen Aufklärungsbogens noch vor dem Eingriff aushändigen. Eine andere Möglichkeit ist die Anfertigung einer Kopie des Aufklärungsformulars. Falls dies aus irgendwelchen Gründen nicht gehen sollte: Fotografieren Sie einfach alle Seiten des ausgefüllten und unterschriebenen Formulars. 2 Lassen Sie sich möglichst in Gegenwart eines Zeugen aufklären und diesen Umstand auf dem Aufklärungsbogen vermerken. Dies gilt insbesondere für Eingriffe oder Behandlungen, bei denen üblicherweise nur eine mündliche Aufklärung erfolgt bzw. eigentlich erfolgen sollte. Notieren Sie sich zur Gedächtnisstütze direkt nach der Behandlung, ob und falls ja, worüber Sie aufgeklärt worden sind und lassen Sie Ihren Zeugen das Gleiche tun. Tipp für Ärzte 1 Selbst wenn es Ihnen noch so überflüssig und lästig erscheint: Nehmen Sie die Aufklärung wirklich ernst! Geben Sie dem Patienten vor dem Eingriff gegen Unterschrift ein Doppel (= Original) des Aufklärungsbogens. Dies dient Ihrer eigenen Sicherheit, lässt sich auf diese Weise doch später der immer wieder von Patientenseite erhobene Einwand einer Manipulation des Aufklärungsformulars entkräften. 2 Sparen Sie nicht am falschen Ende! Verwenden Sie in Ergänzung zur mündlichen Aufklärung gute und bewährte Aufklärungsbögen mit detaillierten Abbildungen und umfassender Darstellung der aufklärungsrelevanten Problematik. Aus haftungsrechtlicher Sicht erscheint mir das System zur dokumentierten Patientenaufklärung des proCompliance Verlags (ehemals perimed Compliance Verlag) vorzugswürdig, das auf nahezu sämtlichen Fachgebieten und zu fast allen Eingriffen Patientenaufklärungsbögen bietet. Diese gibt es in verschiedenen Sprachen und neben der Printversion auch in einer Online-Version zum bedarfsgerechten Ausdruck. Die selbst gestrickten Formulare, die immer noch von einigen Praxen und Kliniken eingesetzt werden, sind eine vollkommen unnötige Haftungsfalle, da wesentliche Komplikationen und Risiken nicht oder aber missverständlich bzw. zu allgemein dargestellt werden. Patientenwunsch: Chefarztbehandlung Ist es einem Kunden beim Bäcker ziemlich egal, ob ihm der Lehrling die Brötchen verkauft oder der Bäckermeister persönlich, sieht die Sache bei medizinischen Eingriffen grundlegend anders aus. Die meisten Patienten wünschen sich, dass die Operation möglichst vom Chefarzt oder doch wenigstens von einem erfahrenen Oberarzt durchgeführt wird. Qualitativer Unterschied Dass ein qualitativer Unterschied zwischen der Vornahme eines operativen Eingriffs durch einen Anfänger und der Operation durch den erfahrenen Facharzt besteht, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen. Daran ändert auch die übliche Beaufsichtigung des Anfängers durch den erfahrenen Kollegen während des Eingriffs wenig. Denn was bringt es dem Patienten, wenn z. B. der Oberarzt dabei zusieht, wie der unerfahrene Operateur durch einen ungeschickten Skalpellschnitt ein wichtiges Blutgefäß eröffnet bzw. einen Nerv durchtrennt - der Schaden ist zunächst einmal da. Ob er dann möglicherweise sofort und ohne nachhaltige Folgen für den Patienten wieder behoben werden kann, ist eine ganz andere Frage. Diese begründete Furcht vor dem Fehler eines Anfängers ist interessanterweise gerade unter Medizinern besonders verbreitet, da diese genau wissen, was in solchen Fällen alles passieren kann. Anschauliches Beispiel: In einer Universitätsklinik nahm ein erfahrener Oberarzt eine rückenmarksnahe Anästhesie (PDA) ungewöhnlicherweise bei seinem eigenen Kind vor. Hintergrund: Da er über sehr große Erfahrung auf diesem Gebiet verfügte, ging er davon aus, auf diese Weise das kleinste Risiko für sein Kind einzugehen. Er vertraute auf sein eigenes Können mehr als auf das seiner zahlreichen Oberarztkollegen oder seines Chefs. Dabei gilt unter Medizinern eigentlich der Grundsatz, eigene Angehörige gerade angesichts der möglichen haftungsrechtlichen sowie emotionalen Problematik nicht selbst zu behandeln. Schwer nachvollziehbare Rechtsprechung Umso erstaunlicher ist die Rechtsprechung zum Anfängereingriff: Die Anfängerbeteiligung wird nicht als aufklärungspflichtiger Umstand angesehen, während sonst vielfach sehr strenge Anforderungen an die Information des Patienten über teilweise äußerst fernliegende Risiken gestellt werden. Gerade das, was der Patient am wenigsten möchte, worauf er ganz besonderen Wert legt, soll nicht aufklärungspflichtig sein? Eine Erklärung könnte in der Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Ausbildung des medizinischen Nachwuchses zu sehen sein, die durch den Hinweis auf eine Anfängerbeteiligung gefährdet sein könnte. In gewissen Grenzen mag dieser Gedanke richtig sein. Seine Grenzen findet er jedoch dort, wo beispielsweise Medizinstudenten, Studenten im Praktischen Jahr oder Ärzte im Praktikum zwecks möglichst interessanter Gestaltung ihrer praktischen Ausbildung für den Patienten gefährliche und diesen unnötig traumatisierende Eingriffe ohne jeden Bezug zum künftigen Fachgebietswunsch durchführen sollen und dürfen. Beispiele: Wiederholte Arterienpunktionen durch eine Studentin im Praktischen Jahr, für die bereits feststeht, dass sie später in jedem Fall eine hausärztliche Tätigkeit ausüben wird; mehrfaches übungsweises Durchführen einer rückenmarksnahen Anästhesie (PDA) oder einer Plexus-Anästhesie durch einen Wunsch-Internisten, der sich das Wahlfach Anästhesie nur ausgesucht hat, weil er da "später nicht mehr rankommt" oder weil er "das eigentlich mal ganz spannend findet". Zudem schränkt ein derart konzeptloses Vorgehen in der Ausbildung die Trainingsmöglichkeiten des ernsthaft interessierten Nachwuchses, bei dem ein entsprechender Spezialisierungswunsch erkennbar besteht, unnötig ein. Ganz anders ist z.B. das Einüben einer fachgerechten Intubation zu bewerten, da es sich hierbei um eine Notfallbehandlung handelt, die idealer weise jeder Arzt - nicht nur der Anästhesist oder Notarzt - beherrschen sollte. Aber auch insoweit gibt es Grenzen: Es darf einfach nicht sein, dass Patienten zu reinen Ausbildungszwecken regelmäßig zweimal hintereinander intubiert werden, und zwar zunächst vom Neuling, anschließend gleich noch einmal vom ausgebildeten Narkosearzt. Zum Abschluss noch ein wirklich erschreckendes Beispiel zum Ausbildungsstand einer asiatischen Fachärztin für Anästhesie (!), die zu Weiterbildungszwecken an einer deutschen Universitätsklinik tätig wurde: Sie intubierte doch tatsächlich mit bemerkenswerter Präzision in schöner Regelmäßigkeit die Speiseröhre der Patienten anstelle der Luftröhre und bemerkte diesen für die Patienten lebensbedrohlichen Fehler zu allem Überfluss so gut wie nie. Nur der gewissenhaften Kontrolle des sie beaufsichtigenden Anästhesisten war es zu verdanken, dass den Patienten damals kein schwerer Schaden entstanden ist. Tipp für Patienten Falls Sie im konkreten Fall unter gar keinen Umständen von einem Anfänger behandelt werden möchten, fragen Sie im Rahmen des Aufklärungsgesprächs ausdrücklich nach einer Anfängerbeteiligung bei dem bevorstehenden Eingriff und der Funktion, die der Anfänger im Rahmen dieses Eingriffs übernehmen soll. Beispiel: Während das Nähen einer Wunde im Gesichtsbereich durch einen Anfänger wegen der möglichen kosmetischen Beeinträchtigungen infolge suboptimaler Nahttechnik bereits bedenklich sein dürfte, wird gegen das Halten eines Bauchhakens während einer Operation nichts einzuwenden sein. Damit umgehen Sie geschickt die Rechtsprechung, die in der Beteiligung eines Anfängers keinen aufklärungspflichtigen Umstand annimmt. Denn der aufklärende Arzt ist verpflichtet, die Fragen des Patienten wahrheitsgemäß zu beantworten. Es ist natürlich sehr fraglich, ob sich Ihr Wunsch nach optimaler Behandlung organisatorisch umsetzen lässt. Bei dem behandelnden Ärzteteam ist durch Ihre Frage zumindest das Problembewusstsein geweckt worden mit der Folge einer möglicherweise zurückhaltenderen Anfängermitwirkung in schwierigeren Situationen. Wichtige Verhaltenstipps für Patienten Behandlungsabbruch durch den Patienten Falls Sie mit einer Behandlung derart unzufrieden sind, dass sie diese nicht mehr bei dem gleichen Arzt oder im gleichen Krankenhaus fortsetzen möchten, gilt es einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. 1 Unterschreiben Sie nicht einfach eine vorgefertigte Erklärung, in der Sie bestätigen, das Krankenhaus auf eigenen Wunsch und gegen ärztlichen Rat verlassen zu wollen. Wenn man Sie nicht gehen lassen will, sorgen Sie für eigene Zeugen dieser Situation und bestehen Sie darauf, dass vor Ihrer Unterschrift ("vor" ist räumlich und zeitlich zu verstehen) in einem handschriftlichen Zusatz der Grund des Behandlungsabbruchs eingetragen wird (z.B. Vertrauensverlust, nach Patientenauffassung unzureichende Behandlung, Verlegung in anderes Krankenhaus etc.). 2 Weisen Sie Ihre Krankenkasse und andere Stellen schriftlich ausdrücklich auf den Grund für den Behandlungsabbruch hin und verfassen Sie dieses Schreiben so, dass irgendeine schriftliche Reaktion der angeschriebenen Stelle erfolgen muss. 3 Begeben Sie sich umgehend in die Behandlung eines anderen Arztes oder Krankenhauses, damit Ihnen hinterher nicht etwa ein Mitverschulden an den eingetretenen Folgen durch eigenmächtiges und unvernünftiges Verhalten vorgeworfen werden kann. 4 Dies gilt auch für das Einhalten bestehender Behandlungstermine. Nehmen Sie die Termine wahr oder lassen Sie sich zeitnah an anderer Stelle untersuchen bzw. behandeln, um spätere Nachteile zu vermeiden. Verhalten des Patienten nach der (Fehl-)Behandlung Tipps für Patienten 1 Halten Sie sich sehr zurück mit Äußerungen gegenüber jeglichen weiterbehandelnden Stellen, Versicherungen oder Behörden, soweit noch vorprozessuale Verhandlungen oder aber Gerichtsverfahren wegen der Regulierung eines möglichen Behandlungsfehler laufen. 2 Stellen Sie die Entwicklung Ihres Gesundheitsschadens weder unrealistisch negativ dar (dann glaubt man Ihnen irgendwann gar nichts mehr) noch voreilig positiv. Gerade eine nur vorübergehende Besserung, unbedacht gegenüber irgendeiner Stelle erwähnt und in das Krankenblatt eingetragen, wird später gelegentlich aus dem Zusammenhang gerissen und hinterlässt dann den Anschein, eigentlich sei doch alles gar nicht so schlimm. 3 Täuschen Sie keine Beschwerden vor! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Simulanten zweifelsfrei zu entlarven (z. B. im augenärztlichen und HNO-Bereich innerhalb nur weniger Minuten). Fehlerhafte Begutachtungen im Bereich "HWS-Trauma" Vielfältige Symptomatik Schleudertrauma, HWS-Beschleunigungstrauma, HWS-Beschleunigungsverletzung, HWS-Trauma, HWS-Syndrom, HWS-Distorsion - es gibt eine ganze Reihe von Begriffen für die Beschwerden, die sich bei Betroffenen nach einem Verkehrsunfall unter anderem im Bereich der Halswirbelsäule einstellen können. Die Ausprägung der Symptomatik ist in Abhängigkeit von individuellen Faktoren und dem konkreten Unfallgeschehen höchst unterschiedlich. Nicht selten kommt es zu dauerhaften Gesundheitsschäden, die für den Betroffenen z. B. infolge Berufsunfähigkeit mit einem ganz erheblichen finanziellen Schaden verbunden sein können. Inwieweit die Beschwerden tatsächlich mit Verletzungen der eigentlichen Halswirbelsäule zusammenhängen oder aber andere benachbarte Strukturen in Mitleidenschaft gezogen sind, kann streng genommen dahinstehen, von entscheidender Bedeutung ist die Ursächlichkeit des Unfallgeschehens für den eingetretenen Gesundheitsschaden des Betroffenen. Neuere Studien haben gezeigt, dass weder Aufprallgeschwindigkeit bzw. Aufprallrichtung der am Unfall beteiligten Fahrzeuge noch das klinische Bild unmittelbar nach dem Unfallereignis einen zuverlässigen Rückschluss auf die Schwere der unfallbedingten Verletzungen zulassen. Insbesondere die verfehlten Überlegungen zur sog. Harmlosigkeitsgrenze sind inzwischen auch vom BGH verlassen worden. Selbst bei zunächst nur leichteren Beschwerden sind bleibende Schäden nicht auszuschließen, da es oft erst nach einem beschwerdefreien Intervall unterschiedlicher Dauer zu gravierenden Ausfällen wie Sehstörungen oder Schwindelgefühl kommt bzw. erst nach und nach unfallbedingte Einschränkungen der Hirnleistung bemerkt werden oder sich die gefürchteten muskulären Funktionsstörungen einstellen, die nicht selten im Verlauf eine weitgehende Therapieresistenz zeigen. Falsche Gutachten am laufenden Band?! Trotz dieser Erkenntnisse werden nach wie vor medizinische Gutachten erstellt, die von völlig überholten Vorstellungen ausgehen. Da wird z. B. eine Ursächlichkeit des Unfallgeschehens für die Verletzungen des Betroffenen verneint, weil es sich nicht um einen klassischen Auffahrunfall gehandelt habe, was natürlich vollkommener Blödsinn ist. Oder der Gutachter stellt fest, der vermeintlich Geschädigte weise keine "objektivierbaren Befunde" auf, obwohl er genau weiß, dass diese (je nach Definition) in den meisten Fällen keine Voraussetzung selbst für schwerste Unfallfolgen sind. Die meisten der sog. objektivierbaren Befunde sind übrigens nur durch die Obduktion des Unfallopfers nachzuweisen, was jedem Gutachter geläufig sein sollte. In Extremfällen (vorsätzlich) fehlerhafter Begutachtungen werden sogar ganz typische Befunde im Röntgen, CT oder MRT einfach als vollkommen unauffällig bewertet. Richtig reagieren! Wichtig ist die Vornahme der richtigen Maßnahmen unmittelbar im Anschluss an ein entsprechendes Unfallgeschehen. Lassen Sie sich bei bestehenden Beschwerden möglichst bald umfassend untersuchen, und zwar möglichst unter Einsatz auch aufwändiger bildgebender Verfahren (MRT!). Die routinemäßig durchgeführten Röntgenaufnahmen sind zum Nachweis der oft vorhandenen strukturellen Schäden in den seltensten Fällen geeignet. In Abhängigkeit vom Einzelfall gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, bei deren rechtzeitiger Durchführung sich begründete Ersatzansprüche gegenüber Schädigern und Versicherern im weiteren Verlauf wesentlich leichter durchsetzen lassen. Das Problem ist die anfangs oft unterschätzte weitere Entwicklung der Beschwerden zu ausgeprägten Dauerschäden. Im Zweifel sollte daher die empfohlene Vorgehensweise beachtet werden, da sich aus Versäumnissen in der Anfangsphase resultierende Beweisschwierigkeiten später kaum noch ausgleichen lassen. Tipps für Betroffene 1 Nehmen Sie bei Verkehrsunfällen oberhalb der sog. Bagatellgrenze auftretende Beschwerden ernst und begeben Sie sich umgehend (!) in ärztliche Behandlung. Die Nichtbeachtung auftretender Symptome führt nicht nur zu einer möglichen Verschlechterung der Heilungschancen, sondern gefährdet im weiteren Verlauf auch die Durchsetzung Ihrer Ansprüche. 2 Erstellen Sie kurz nach dem Unfall ein ausführliches Gedächtnisprotokoll zum genauen Unfallablauf sowie zur Art, Ausprägung sowie dem zeitlichen Verlauf Ihrer Beschwerden. Lassen Sie zumindest nach schwereren Unfällen innerhalb der ersten Tage aussagefähige Untersuchungen (z. B. MRT in technisch guter Qualität) durchführen! Wenn entsprechende Untersuchungen erst nach Monaten oder Jahren - beispielsweise im Rahmen von Begutachtungen - erfolgen, ist deren Aussagekraft in vielen Fällen gleich Null. Auf diesen sehr wichtigen Umstand wird in den üblichen Gutachten fast nie hingewiesen, so dass der unzutreffende Eindruck eines vermeintlich fehlenden Unfallzusammenhangs aus Untersuchungsergebnissen entsteht, die schon wegen des zeitlichen Abstands zum Unfall gar nicht anders ausfallen konnten. 3 Seien Sie vorsichtig bei Gutachtern, die überwiegend im Auftrag von Versicherungen tätig werden. Holen Sie über den entsprechenden Gutachter vorher möglichst umfangreiche Informationen ein (Internet etc.) und lassen Sie sich zeitnah parallel von Fachärzten Ihres Vertrauens untersuchen, um mögliche Ungereimtheiten oder Fehler in der gutachterlichen Bewertung erkennen und nachweisen zu können (Beispiel: Sie können den Kopf kaum noch bewegen, der Gutachter behauptet hingegen keinerlei Einschränkungen). Sofern Ihnen ein Gutachter klar voreingenommen erscheint, lehnen Sie diesen ab und lassen Sie sich einen anderen Gutachter benennen. Sie haben Anspruch auf eine sorgfältige, neutrale und objektive Begutachtung! 4 Wichtig: Geben Sie sowohl bei behandelnden Ärzten als auch bei Gutachtern Ihre Beschwerden zutreffend wieder. Spielen Sie diese nicht herunter, übertreiben Sie aber vor allem auch nicht, da sonst Ihre Glaubwürdigkeit insgesamt gefährdet wird. Es ist in vielen Bereichen sehr einfach, Simulanten zu entlarven. 5 Falls Ihnen bereits ein Gutachten vorliegt, in dem jeglicher Zusammenhang zwischen Ihrer Verletzung und dem Unfallgeschehen abgelehnt wird, sollten Sie zur Vermeidung erheblicher Nachteile dieses Gutachten unbedingt von einem unabhängigen Mediziner bzw. Gutachter überprüfen lassen. Dies gilt vor allem, wenn Sie bei fehlenden relevante Vorerkrankungen seit einem Verkehrsunfall unter erheblichen Beschwerden leiden, die keinerlei Rückbildungstendenz zeigen, der Gutachter aber den Unfallzusammenhang unter Hinweis auf angeblichen Verschleiß ablehnt. 6 In krassen Fällen falscher Begutachtung sollten Sie ggf. über die Inanspruchnahme des Gutachters unter dem Aspekt der Gutachterhaftung nachdenken. 7 Gerade in den ersten Tagen nach einem Unfall müssen eine ganze Reihe wichtiger Punkte beachtet werden. Der Unfallgeschädigte ist hiermit meist überfordert. Optimal ist daher die Kombination aus schnellstmöglicher unabhängiger Beratung durch einen Arzt bzw. Gutachter Ihres Vertrauens unmittelbar nach einem schwereren Unfall und späterer ergänzender Überprüfung von Gutachten, deren Ergebnisse Ihnen unrichtig oder zumindest zweifelhaft erscheinen. Die Schwierigkeiten der Schmerzensgeldbemessung Kaum Anhaltspunkte für die Bemessung Das Problem der konkreten Schmerzensgeldbemessung ist ähnlich schwierig zu lösen wie die Anwendbarkeit eines Urteils auf einen vermeintlich vergleichbaren Fall - zu viele Faktoren sind zu berücksichtigen. Die gängigen Entscheidungssammlungen zum Schmerzensgeld sind indes wenig hilfreich. Realistische Einschätzung ist wichtig Gerade bei nicht rechtsschutzversicherten Patienten sollte darauf geachtet werden, Schmerzensgeldansprüche in realistischer Höhe geltend zu machen. Immer wieder versuchen einige Rechtsanwälte, viel zu hohe Summen einzuklagen. Der Mandant trägt dann selbst bei einem Sieg vor Gericht einen großen Teil der Kosten des Rechtsstreits. Allerdings ist in den letzten Jahren eine erfreuliche Tendenz der Gerichte zur Zusprechung teilweise deutlich höherer Schmerzensgeldbeträge im Vergleich zu früheren Entscheidungen in vergleichbaren Fällen zu verzeichnen. Medizinrechtliche Urteile als Einzelfallbewertung Problem: Keine wirkliche Vergleichbarkeit der Fälle Die Bedeutung von Urteilen im medizinrechtlichen Bereich und ganz besonders im Arzthaftungsrecht wird erheblich überschätzt. Haben die Entscheidungen der Obergerichte, also die der Oberlandesgerichte und des BGH, auf anderen Rechtsgebieten richtungweisende Bedeutung, erfordert gerade die sehr komplexe medizinische Materie eine äußerst differenzierte Betrachtungsweise. So gut wie jedem Behandlungsfehlervorwurf liegt eine einzigartige medizinische Konstellation zugrunde, die sich in den wenigsten Fällen auf einen sog. "Parallelfall" übertragen lässt. Eine echte "Parallelität" zweier medizinischer Sachverhalte dürfte die absolute Ausnahme sein. Am ehesten wird eine derartige Konstellation im Bereich der Aufklärungs-, Dokumentations- oder Organisationsfehler auftreten. Insbesondere Nichtmediziner tendieren häufig dazu, nach flüchtigem Vergleich der groben "Eckdaten" vorschnell von einer vergleichbaren Sachlage auszugehen. Was auf den ersten Blick sehr ähnlich oder gar identisch wirken mag, verdient jedoch nach exakter medizinischer Analyse keineswegs eine entsprechende Bewertung. Beispiel: Eine gängige Haftungsfrage ist die einer zu spät erkannten Endokarditis (eine entzündliche Herzerkrankung) mit nachfolgend schwerstem Gesundheitsschaden oder Tod des Patienten. Bereits bei der Frage, ob die Symptome des Patienten vorwerfbar falsch bewertet worden sind, kommt es auf die medizinischen Feinheiten an: Die individuelle Symptomkombination, deren zeitliche Entwicklung, die Vorgeschichte des Patienten, den Umfang der durchgeführten Diagnostik usw. Was in dem einen Fall nicht einmal die Annahme eines Fehlervorwurfs rechtfertigt, kann bei einem anderen Patienten, bei dem z. B. exakt die gleiche Untersuchung unterlassen wurde, allein wegen eines einzigen, aber entscheidenden zusätzlichen Symptoms durchaus einen groben Behandlungsfehler bedeuten. Das Problem setzt sich bei der weiteren Frage der Ursächlichkeit des Behandlungsfehlers für den beim Patienten eingetretenen Schaden fort: Hier spielen der Erregertyp, die Verlaufsform (akut/schleichend), der zeitliche Abstand zwischen Erkennbarkeit und Schadenseintritt und viele andere Faktoren für die Beurteilung eine Rolle. Diese grundlegende Problematik wird leider sehr oft verkannt. Bei ausreichender Sachkunde und guter medizinischer Beratung dürften zahlreiche Arzthaftungsprozesse mangels Aussicht auf Erfolg gar nicht erst geführt werden. Die Rechtsbeziehungen der Ärzte und Zahnärzte zu Dritten sind vielfältig. Von der Bewerbung um einen Studienplatz, über die Ausbildung bis zur Berufstätigkeit in Krankenhäusern oder niedergelassen in einer freien Praxis treten Rechtsbeziehungen auf, die jeweils Konfliktpotential enthalten. Weit verbreitet werden "Kunstfehler" oder "Ärztepfusch" mit dem "Arzt- und Medizinrecht" gleichgesetzt. Die Rechtsprobleme rund um die regelwidrige Behandlung und den Arzthaftungsprozess sind jedoch nur die medienwirksamen Teilbereiche des wesentlich umfassenderen Arzt- und Medizinrechts. Die Möglichkeiten der Berührungen der Ärzte und Zahnärzte mit dem Recht sind nahezu unüberschaubar und Konflikte daraus so alt wie der Arztberuf selbst. Nicht sämtliche Rechtsbeziehungen sind kodifiziert. Beispielsweise das gesamte Arzthaftungsrecht sowohl in seiner zivil- auch in seiner strafrechtlichen Ausprägung ist ein reines "Fallrecht", aus dem eine "herrschende Meinung" hergeleitet werden kann. Sämtliche Bemühungen einer Kodifizierung des Arzthaftungsrechts sind bisher gescheitert. Einhergehend damit sind nach meiner Auffassung weiterhin vorhandene grundlegende und tief greifende Verständnisschwierigkeiten zwischen Medizinern und Juristen, deren Überbrückung nicht in Aussicht zu sein scheint. Mitursächlich dafür ist unter anderem, dass die medizinische Heilbehandlung bis heute nach geltendem Strafrecht eine tatbestandsmäßige Körperverletzung darstellt, die des Rechtfertigungsgrundes der Einwilligung des Patienten bedarf, um die Strafbarkeit aufzuheben. Wir verstehen unter dem Arzt- und Medizinrecht sämtliche Konflikte, von denen ein Arzt oder Zahnarzt betroffen sein kann und für deren Lösung ein professioneller Angehöriger der rechtsberatenden Zunft Hilfestellung bieten könnte. Es wäre wünschenswert, wenn alsbald das Medizin- und Gesundheitsrecht "studierbar" wird, indem hierfür ein interdisziplinärer Studiengang unter Beteiligung von Medizinern und Juristen eingerichtet wird, der all jene auf eine zukünftige Berufstätigkeit akademisch vorbereitet, die mit den Konflikten und Problemlösungen im engeren und weiteren Bereich rund um die Medizin und Zahnmedizin umzugehen haben. Als Überblick über das Arzt- und Medizinrecht seien exemplarisch nachfolgende betroffene Rechts- und Themenbereiche (ohne Wertung in alphabetischer Reihenfolge) aufgeführt, der keinesfalls als vollständig anzusehen ist: Denn gerade im Arztrecht sollte jeder Mandant erwarten, dass sein Anwalt zu keiner Zeit Patienten vertritt. Unsere Kanzlei garantiert so Neutralität und Unbefangenheit. Wir vertreten bundesweit Patienten, die Opfer von Kunstfehlern geworden sind. Anwalt Arztrecht - Der schnelle Klick zu Ihrem Anwalt! Spezialisierter Anwalt für Arztrecht - Anwalt-Suche und Kanzlei-Homepage-Verzeichnis! Rechtsberatung per Telefon oder E-Mail durch erfahrenen Anwalt" Das Suchformular ist für die Anfrage bereits voreingestellt. Sie suchen damit einen "Anwalt für Arztrecht" in einer der umfassendsten Anwalt-Verzeichnisse in Deutschland: Unsere Anwalt-Datenbank wird laufend aktualisiert und enthält die Kontaktdaten von ca. 100.000 erfahrenen Rechtsberatern im Arztrecht und allen maßgeblichen Rechtsgebieten. Anwalt-Suchservice Das Arzt- und Medizinrecht hat in der Rechtsberatung und in einschlägigen Gerichtsverfahren einen festen Platz eingenommen. Sowohl die Anwaltschaft als auch teilweise Gerichte haben sich in dieser Rechtsmaterie spezialisiert. Unter den Experten gibt es wiederum Spezialisten für bestimmte Teilbereiche, weil das gesamte Arzt- und Medizinrecht derart umfangreich geworden ist, dass die genaue Befassung mit Einzelfragen nicht mehr zulässt, im gesamten Bereich auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aus Anwaltssicht erfordert die Bearbeitung eines "Medizinrechtsfalles" einerseits die genaue Kenntnis aller vorhandenen maßgeblichen Normen und übrigen Vorschriften. Andererseits ist zumindest das Verständnis, besser aber noch eigene Kenntnisse von der "medizinischen" Seite des Falles erforderlich. Schließlich sind unbedingt Überlegungen erforderlich, auf welche Art ein Problem aus wirtschaftlicher Sicht am besten zu lösen sein könnte. Allumfassend sollte die emotionale Belastung der Ärzte und Zahnärzte mit einer Bürokratie, welche wertvolle Behandlungszeit kostet, in ihrem Stellenwert nicht unterschätzt werden. Schließlich ist es nicht nur für einen Arzt schwer bis nicht mehr nachzuvollziehen, dass er seine Arbeit nicht vollständig bezahlt bekommt, weil diese "unwirtschaftlich" erbracht worden sein soll. Nirgendwo sonst, als im Arztberuf, ist es noch schwieriger, das Honorar einzutreiben, als es zu erarbeiten. Fehldiagnosen, Fehlbehandlungen, Fahrlässigkeit: Die Zahlen belegen eine erschreckende Realität - jedes Jahr kommen tausende von Menschen durch medizinische Fehlbehandlungen dauerhaft zu Schaden. Bisher bewegten sich die in Deutschland gezahlten Entschädigungen für ärztliche Kunstfehler auf einem niedrigen Niveau, das in den meisten Fällen in keinem Verhältnis zum individuell erlittenen Leid der Betroffenen steht. Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwälte im Medizinrecht ist eine Vereinigung von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die einen Schwerpunkt ihrer beruflichen Arbeit im Medizinrecht haben. Zu den Aufgaben gehören u. a. die Fortbildung der Mitglieder, die Kooperation und gegenseitige Information von Juristen, das Verständnis zwischen Medizin und Recht zu fördern und im Interesse des Rechtssuchenden, sei dies die Patienten- oder Behandlerseite, sachlich richtige Entscheidungen in sachgerechter Form zu präsentieren. Die Kanzlei bietet Beratung, Prozessvertretung und Schulung in medizin- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten für Leistungserbringer (Ärzte, Sanitätshäuser, nichtärztlichen Therapeuten, Pflegedienste, Heime) und Leistungsempfänger (sozialversicherte Personen, Menschen mit Behinderungen, Heimbewohner). Die Kanzlei ist auch Ansprechpartner im Arbeits-, Gesellschafts- und Vertragsrecht. Durch Kooperationen mit der Unternehmensberatung EBIS, dem Steuerberatungsbüro Brombach und einem Notar wird eine fächerübergreifende Gesamtberatung gewährleistet. - Interessante Tipps zur MPU (sog. "Idiotentest", "Depperltest") - Pfusch bei Schönheitsoperationen Deutsche Krankenhausgesellschaft Die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG) ist der 1949 gegründete, gemeinnützige Interessens- und Dachverband von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger. Sitz der DKG ist Berlin. Hauptaufgabe der DKG ist es, ihre Mitglieder bei der Erfüllung ihrer gesetzlich aufgetragenen Aufgaben auf dem Gebiet des Krankenhauswesens zu unterstützen. Die DKG kümmert sich dabei vor allem um grundsätzliche Fragen, die nicht nur einzelne Träger oder Verbände betreffen. In nationaler und internationaler Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des Gesundheitswesens setzt sie sich für die Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser ein und unterstützt bzw. berät staatliche Körperschaften sowie Behörden bei der Umsetzung von Gesetzen. Als Dachverband der Träger der Krankenhäuser setzt sich die DKG auch in der Politik (vgl. Lobbyismus) für deren Interessen ein. Die DKG veröffentlicht eine eigene Fachzeitschrift ("das Krankenhaus"). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft ist Mitglied des gemeinsamen Bundesausschusses und damit auch Verhandlungs- und Vertragspartner der deutschen Sozialversicherungsträger. In der DKG sind 28 Mitgliedverbände, bestehend aus 12 Spitzenverbänden von Krankenhausträgern und 16 Landesverbänden von Krankenhausträgern (Landeskrankenhausgesellschaften z. B. Bayerische Krankenhausgesellschaft) organisiert. Als Bundesverband steht die Deutsche Krankenhausgesellschaft für 28 Mitgliedsverbände von Krankenhausträgern: 16 Landesverbände, 12 Spitzenverbände. Mit dieser Trägervielfalt repräsentiert die Deutsche Krankenhausgesellschaft die gesamte Breite der Krankenhausinteressen. WACHSTUMSMARKT GESUNDHEITSWESEN In Deutschland werden die Patienten der 2.139 Krankenhäuser von mehr als einer Millionen Beschäftigten behandelt. Mit rund 61 Milliarden Euro Umsatz sind die deutschen Krankenhäuser ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Wachstumsmarkt Gesundheitswesen. In vielen Regionen ist das Krankenhaus der größte Arbeitgeber. Trotz immer knapperer Budgets und Einschränkungen bei Personal und Bettenanzahl bieten die deutschen Krankenhäuser einen erstklassigen Standard in der Patientenversorgung. Die medizinische, pflegerische und wissenschaftliche Arbeit kann sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet ist, tritt die Deutsche Krankenhausgesellschaft als Anwältin der Krankenhäuser für deren Existenzsicherung ein. Kassenärztliche Bundesvereinigung Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ist die Dachorganisation der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen und als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert. Sie untersteht der staatlichen Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit. Entstehung Die Gründung der Kassenärztlichen Vereinigungen geht zurück auf eine Notverordnung des Reichspräsidenten im Jahre 1931, welche die Arbeitskämpfe zwischen Ärzten und Krankenkassen schlichten sollte. Sie hatte die endgültige Ablösung des Einzelvertragssystems, in dem jeder Arzt einzeln Abrechnungsverträge mit den Krankenkassen schloss, zur Folge und führte zur Errichtung eines Systems von regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen, gemeinsam vertreten durch die Kassenärztliche Vereinigung Deutschlands (KVD). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wurde 1955 als Rechtsnachfolgerin der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands gegründet. Funktion und Aufgaben Die KBV vertritt auf Bundesebene die Interessen der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten gegenüber den Krankenkassen und bei Gesetzgebungsverfahren. Dem sozialversicherten Patienten garantiert die KBV eine qualifizierte ambulante medizinische Versorgung (Sicherstellungsauftrag). Auf Bundesebene führt die KBV das Bundesarztregister sowie die Abrechnungsstatistik. Die KBV bildet zusammen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Bundesverbänden der Krankenkassen den Gemeinsamen Bundesausschuss, ein Gremium der ärztlichen Selbstverwaltung. Sie unterhält mit der Bundesärztekammer als gemeinsames Institut das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin. Ferner schließt die KBV die Bundesmantelverträge ab, unter anderem zur Vereinbarung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs, der Qualitätssicherung der ärztlichen Tätigkeit und der Einzelheiten der ärztlichen Kassenabrechnung. Mit Einführung der EDV-Abrechnung 1988 hat die KBV die Aufgabe, das Datenformat für die Übermittlung der Abrechnungsdaten von der Arztpraxis zur KV zu definieren (Abrechnungsdatenträger). Durch Vorgabe der Richtlinien für die Abrechnungs-Software und Ausübung des Software-Zulassungsverfahrens führt die KBV die Kontrolle über die Korrektheit der ärztlichen Abrechnung aus. Ärztevereinigung In Deutschland existieren verschiedene Ärztevereinigungen, wobei hierunter sowohl juristische Personen des Privatrechts wie des öffentlichen Rechts zu zählen sind. Die beiden wichtigsten Dachverbände sind die Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern), die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung mit 400.562 Mitgliedern (Stand: Ende 2005), und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die einerseits als politische Interessenvertretung die Interessen der Vertragsärzte in Deutschland vertritt und andererseits als Organ der ärztlichen Selbstverwaltung als öffentliche Körperschaft fungiert. Die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen vertreten insgesamt 145.300 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten (Selbstauskunft). Die Interessen der deutschen "Kassenzahnärzte" werden demgegenüber von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) vertreten. Die Fachärzte sind in fachgruppenpezifischen Berufsverbänden organisiert, wie z.B. dem "Bund Deutscher Internisten", der sich mit seinen 25.000 Mitgliedern (Selbstauskunft) als größter europäischer Fachärzteverband bezeichnet. Der Deutsche Hausärzteverband ist die Interessenvertretung der deutschen Hausärzte und gilt mit seinen rund 32.000 Mitgliedern als der größte Berufsverband der deutschen Vertragsärzte. Der "Marburger Bund" ist die wichtigste Interessenvertretung der angestellten und verbeamteten Ärzte in Deutschland. Den weitaus größten Teil der rund 100.000 Mitglieder (Selbstauskunft) machen dabei Klinikärzte aus. Der Marburger Bund vertritt die Interessen der Ärzte als Gewerkschaft gegenüber den zumeist öffentlichen Tarifpartnern. Kassenärztliche Vereinigung Den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) gehören automatisch alle Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten an, die zur ambulanten Behandlung von Kassenpatienten zugelassen sind. Sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Bundesrepublik Deutschland ist in 17 Regionen - die so genannten KV-Bezirke - unterteilt und in 18 KZV-Bereiche, die jeweils eine eigene Kassenärztliche Vereinigung bzw. Kassenzahnärztliche Vereinigung haben. Auf Bundesebene ist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das Beratungsgremium der Landes-KVen ohne Weisungsbefugnis. Für Kassenzahnärztlichen Vereinigungen gibt es auf Bundesebene eine Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Beide Dachorganisationen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) und unterstehen der Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums (BMGS), die KVen und KZVen der Aufsicht des für ihren räumlichen Bereich zuständigen Landesgesundheitsministeriums. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie vertritt rund 22 000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern, die die ambulante Versorgung von mehr als 12 Millionen Bürgern im Freistaat sicherstellen. Die Informationen unserer Internetseiten richten sich an die Mitglieder der KVB; viele dieser Inhalte sind aber auch für alle Interessierten, die mehr über die ärztliche Tätigkeit oder berufsbezogene/-politische Themen wissen möchten, lesbar. Besonders ausgewiesene Bereiche enthalten gezielte Informationen für die Öffentlichkeit, Patienten und Vertreter der Medien. Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) ist - zusammen mit den 63 ärztlichen Kreisverbänden (ÄKVs) und den acht ärztlichen Bezirksverbänden (ÄBVs) - die gesetzliche Berufsvertretung aller bayerischen Ärztinnen und Ärzte. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihre Organe sind die Vollversammlung und der Vorstand. Bundesärztekammer - Sicherung einer guten medizinischen Versorgung der Bevölkerung durch den ständigen Erfahrungsaustausch zwischen den Ärztekammern und der gegenseitigen Abstimmung ihrer Ziele und Tätigkeiten; Vermittlung des Meinungs- und Erfahrungsaustausches zwischen den Landesärztekammern - Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls aller in Deutschland tätigen Ärzte und ihre Beratung und Unterrichtung bei wichtigen Vorgängen für Ärzte auf dem Gebiet des Gesundheitswesens und des sozialen Lebens - Herbeiführung einer möglichst einheitlichen Regelung der ärztlichen Berufspflichten und Grundsätze für die ärztliche Tätigkeit auf allen Gebieten - Wahrung der beruflichen Belange der Ärzteschaft in Angelegenheiten, die über den Zuständigkeitsbereich eines Landes hinausgehen. Kontakte zur Bundesregierung und Bundesrat sowie zu den politischen Parteien - Vermittlung der Position der Ärzteschaft zu gesundheitspolitischen und medizinischen Fragen - Förderung der ärztlichen Fortbildung - Förderung der Qualitätssicherung - Herstellung von Beziehungen zur medizinischen Wissenschaft und zu ärztlichen Vereinigungen des Auslandes Berufsordnung: Regelt ethische und berufsrechtliche Pflichten der Ärzte untereinander und gegenüber den Patienten. Darunter fällt z.B. die Schweigepflicht des Arztes (der Arzt hat über das, was ihm in seiner Eigenschaft als Arzt von seinem Patienten anvertraut oder über ihn bekannt geworden ist, zu schweigen) Weiterbildungsordnung: Definiert Inhalt, Dauer und Ziele der Weiterbildung und der Facharztbezeichnungen. Ein Arzt (v. griech.: der Oberheiler, Leibarzt) beschäftigt sich mit der Vorbeugung (Prävention), Erkennung (Diagnose), Behandlung (Therapie) und Nachsorge von Krankheiten und Verletzungen. Bundesärztekammer Die Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung. Die Bundesärztekammer ist jedoch keine Kammer oder sonstige Körperschaft des öffentlichen Rechts sondern ein nicht eingetragener Verein. Sie vertritt die berufspolitischen Interessen der 400.562 Ärztinnen und Ärzte (Stand: 31. 12. 2005) in Deutschland. Als Arbeitsgemeinschaft der 17 deutschen Ärztekammern (diese hingegen sind gesetzliche errichtete Körperschaften des öffentlichen Rechts) wirkt die Bundesärztekammer am gesundheitspolitischen Meinungsbildungsprozess der Gesellschaft mit. Die Bundesärztekammer unterstützt die Arbeit der Ärztekammern und nimmt dabei mittelbar auch gesetzliche Aufgaben wahr. Unmittelbare gesetzliche Aufgaben sind der ihr unter anderem im Rahmen der Qualitätssicherung sowie der Transplantationsgesetzgebung zugewachsen. Der einzelne Arzt gehört der Bundesärztekammer lediglich mittelbar über die Pflichtmitgliedschaft in seiner Ärztekammer an. Der einmal jährlich stattfindende Deutsche Ärztetag ist die Hauptversammlung der Bundesärztekammer. Die Bundesärztekammer ist aus der im Jahre 1947 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern hervorgegangen. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unterhält die Bundesärztekammer das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ).
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